Der Gletscher Erlebnistag - unsere "Reise ins ewige Eis"
Seit dem Sommer 2003 ist die leichte Gletscherwanderung nun schon der Höhepunkt in unserem Wanderprogramm.
Lange davor war in uns der Wunsch, die Gletscherwelt unseren Gästen hautnah
zu zeigen immer in unseren Köpfen. Im heißen Jahrhundertsommer wurde die Idee
eines Abends bei einem Glaserl Wein und Bier geboren.
Mit Toni, dem Bergfex
im Tuxertal, haben wir einen Menschen gefunden, der seine Heimat und Berge
genauso liebt wie wir.
Der kleine Haken, der bei der Umsetzung immer fehlte war die Ausrüstung. Toni als Bergführer hat Steigeisen, Gammaschen, Mützen und Handschuhe – all das gehört ja nicht auf eine Kofferpack Liste für einen Sommerurlaub in den Bergen. Toni stellt die ganze Ausrüstung kostenlos zu Verfügung – damit war der Startschuß abgefeuert und wir waren glücklich, begeistert und begierig nun unsere Gäste in die Gletscherwelt zu entführen.
Der Tag der Gletscherwanderung
... viele sind schon am Abend zuvor etwas aufgeregt, nervös möchten wir nicht
sagen. Wir nennen es das „Bergfieber“ das so manchen erwischt. Einmal ganz oben
zu stehen auf 3.000 Meter über dem Meer ist schon was Besonderes.
Morgens
wird noch in aller Ruhe gefrühstückt. Die Trinkflaschen werden gefüllt. An der
Rezeption packt sich jeder noch einen Apfel in den Rucksack.
Dann, dann kommt
Toni. Ein Bergführer, seine Capo- Mütze auf, meistens schief, und grüßt mit
einem fröhlichen „Guten Morgen, liebe Bergfreunde“ . Der erste Bann ist
gebrochen. Mit einem festen Händedruck ist die Bergfreundschaft geschlossen. Die
vielgerühmte Zillertaler Herzlichkeit liegt in der Luft.
Nun werden die Gammaschen, Handschuhe und Mützen verteilt. Die Steigeisen sind noch in ein oder zwei Rucksäcke versteckt.
Erste Begegnung mit dem Schnee
Mit modernen Gondelbahnen schweben wir dem weißen Juwel entgegen. Auf 2.600
Meter haben wir die erste Begegnung mit Schnee, Skifahrern und wir tauchen ein
in die Faszination des heutigen Tages.
Merklich kühler wird´s hier oben. Die
Temperatur liegt bei 2-8 Grad im Durschnitt und der Schnee erfrischt uns mit
seiner wohligen Kälte. Bei manchen kommt das Gefühl des Vortages, dieses Gefühl
der Spannung fährt in die Glieder und Knochen. Toni und Frank gehen ein Stück
voraus, direkt zu Gletscherzunge und erzählen über die Geschichte des
Gletschers, die ersten Erschließungen und den ersten Skibetrieb in den
60igern.
Weiter führt uns die Reise auf 3.200 Meter
Die Fernsicht, das Panorama aus der Gondel ist unbeschreiblich, erst über
Schiefergestein dann über Gletscher schweben wir hoch hinauf.
Auf der
Panoramaterrasse wird die Luft dünn, nur keine Zeit haben wir darüber
nachzudenken. Toni und Frank erklären uns die einzelnen Gipfel, die Täler und
Gebirgszüge.
Dann ist es Zeit, daß die Steigeisen an die frische Luft
kommen.
Toni und Frank helfen beim Anziehen der Steigeisen. Alltäglich ist
dieses Fußbekleidung nicht, jedoch faßt man schnell vertrauen und spielend
leicht geht´s dann über tausend Jahre alten Schnee hinab in die
Gletscherwelt.
Toni, der Dutzfreund der Tuxer Berge, spricht von Überlieferungen wie weit der Gletscher Jahrhunderte vorher reichte, die Almwirtschaft, die Bewirtschaftung unserer Berge und über die ersten Lifte am Hintertuxer Gletscher. Zeigt klar erkennbar die Gletscherspalten und erzählt über viele Geschehnisse seines Bergführer Lebens.
Die Stunden verfliegen und auf einmal sitzen wir im Sessellift an der
Gefrorenen Wand. Nocheinmal blicken wir über unsere Spuren im Schnee, die wir
hinterlassen haben und plötzlich erkennen wir, daß am Ausstieg unsere Reise
endet.
Stolz, fasziniert und mit dem „Gletscherfieber“ in den Augen freuen
wir uns auf den nächsten Besuch am Hintertuxer Gletscher.
Wollen auch Sie bei einer Gletscherwanderung dabei sein?
Dann senden Sie uns am besten gleich eine unverbindliche Anfrage und Ihrem Wanderurlaub im Zillertal steht nichts mehr im Wege.


